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Aufbau des Beruflichen Gymnasiums


Berufliche Gymnasien gehören in Thüringen schulorganisatorisch zu den berufsbildenden Schulen. Wie die Gymnasien selbst, haben die Beruflichen Gymnasien den Charakter einer allgemeinbildenden Schule. Das Ziel, die schulische Qualifikation bis zur allgemeinen Hochschulreife - dem Abitur - fortzuführen, verbindet die beruflichen Gymnasien mit der Oberstufe allgemeinbildender Gymnasien. Außerdem ist die Struktur des Beruflichen Gymnasiums weitestgehend identisch mit der Struktur der gymnasialen Oberstufe, also den Klassen 10 bis 12 der Gymnasien.
Unterschiede zur gymnasialen Oberstufe der allgemeinbildenden Gymnasien gibt es durch ein besonderes, beruflich geprägtes Fächerangebot sowohl im Fachbereich des grundlegenden Anforderungsniveaus mit je 2 Stunden / Woche, insbesondere aber im Fachbereich des erhöhten Anforderungsniveaus mit 4 Stunden / Woche.
Die Beruflichen Gymnasien in Thüringen sind in drei Fachrichtungen mit wiederum verschiedenen Schwerpunktbereichen strukturiert (siehe Grafik).
Zum Kennenlernen und Einüben fachpraktischer Tätigkeiten dienen spezielle Fachkabinette wie die Übungsfirma in der Fachrichtung "Wirtschaft" oder wie das Hardwarelabor und spezielle Kabinette "Betriebssystem" und "Programmierung" im Fachgebiet "Daten- und Informationstechnik". In der Fachrichtung "Gesundheit und Soziales" gehen die Schüler in den betreffenden Stunden in die Berufsschule für "Gesundheit und Soziales".
Die Beruflichen Gymnasien werden sich entsprechend neuer Anforderungen aus der Gesellschaft, der Arbeitswelt oder der Hochschulen besonders und vor allem in ihrem spezifischen Bereich der berufsbildenden Fächer weiterentwickeln. Dies geschieht durch Veränderungen der Lehrplaninhalte bestehender Fächer oder durch Einführung neuer Fächer oder Fachrichtungen.


Wie lange dauert die Ausbildung zum Abitur und zum Berufsabschluss?
Die Verweildauer am Beruflichen Gymnasium bis zum Abitur beträgt in der Regel 3 Jahre.
Diese umfasst die Einführungsphase in der Klassenstufe 11 sowie die vier Halbjahre (12I, 12II, 13I und 13II) der Qualifikationsphase bis hin zur Abiturprüfung.
Unter bestimmten Bedingungen kann die reguläre Verweildauer überschritten werden.

Nach dem Abitur kann in einem weiteren Jahr die berufliche Ausbildung an einer Höheren Berufsfachschule fortgesetzt und zum Berufsabschluss geführt werden.